Projekt in 50 Kindertagesstätten im Eichsfeld erfolgreich beendet

Das zweieinhalbjähriges Projekt „Eichsfeld Kitas kommen in Schwung“ wurde im Saal in Kallmerode mit einer Abschlussveranstaltung erfolgreich beendet.

Ein zweieinhalbjähriges Projekt in 50 Kindertagesstätten im Eichsfeld erfolgreich abgeschlossen. Neue Ideen und Konzepte sind in Arbeit.

 
Eichsfeld. Andi Schulze brachte Bewegung und Unterhaltung in die Runde. Mit verschiedenen Klatschübungen und einer Ganzkörpererwärmung stimmte der Moderator die Erzieherinnen auf den Tag ein. Das Projekt „Eichsfeld Kitas kommen in Schwung“ wurde nach zweieinhalb Jahren mit einer Abschlussveranstaltung im Saal in Kallmerode beendet. An dem langfristig angelegten Projekt beteiligten sich 50 von 80 Kindertagesstätten und Kindergärten im Eichsfeld. Im Mittelpunkt stand dabei die Bewegungs- und Gleichgewichtsförderung von Kleinkindern.

 

Zur Veranstaltung konnten aufgrund von Krankheit nur 37 Eichsfelder Einrichtungen teilnehmen. Die Erzieherinnen lauschten zunächst den Vorträgen von Professorin Ina Huber zum Thema „Bedeutung frühkindlicher Bewegung“ und von Rudolf Lensing-Conrady zum Thema „Alles im Lot? – Gleichgewicht als Motor des Lernens“. Anschließend konnten die Anwesenden Fragen zu den Vorträgen stellen und sich über eigene Erfahrungen austauschen.

 

Individuelles Programm für Einrichtungen

 

„Es wurde nach Anwendungsmöglichkeiten und Praxisbeispielen gefragt“, sagte Julia Storch, Projektleiterin der symbioun Akademie. Denn die Akademie sowie der Landkreis Eichsfeld und die Techniker Krankenkasse fördern und unterstützen das Projekt, so Heilpädagogin Karin Garbrecht vom Jugendamt. Wobei die inhaltliche Ausrichtung der Akademie oblag. Ein sehr wichtiges und hilfreiches Material für Kinder sei der Kalender „Von Anfang an im Gleichgewicht“ von Dorothea Beigel und Prof. Dietrich Grönemeyer.

 

Dort seien tägliche Übungen für die Kinder aufgezeichnet und erklärt, um das Gleichgewicht zu schulen, erklärte Karin Garbrecht. Die Übungen würden leicht beginnen und sich wöchentlich steigern. Zusätzlich gab es seitens der Akademie eine Anamnese der Räumlichkeiten, um für jede Einrichtung individuelle Angebote anzubieten. „Einige Kindergärten haben eine Turnhalle, andere nur einen Sportraum und manche nichts dergleichen“, meinte Julia Storch. Entsprechend müssen sie agieren und ihre Angebote anpassen. Für die Erzieher gab es unter anderem Fachtagungen, Fortbildungsmodule und praktische Anleitungen. Auch die Eltern wurden mit ins Boot geholt und über das Projekt aufgeklärt. Gerade für die Verantwortlichen in den Einrichtungen sei es eine Mischung aus Theorie und Praxis gewesen.

 

Julia Storch resümierte, dass das Projekt im Eichsfeld gelungen sei. „Viele der Einrichtungen können sich vorstellen, an dem Konzept anzuknüpfen oder ähnliche durchzuführen.“ Aus ihren Feedbackbögen entnahm die Projektleiterin, dass die Erzieherinnen sich wünschen, weitere Materialien für die Praxis zu bekommen. Aber nicht nur für die Sprösslinge. Denn die Akademie arbeite daran, dass die Übungen auch von Erwachsenen angewendet werden können. Konkret sprach Julia Storch von gesunder Ernährung, Sport und Zeitmanagement – alles im Hinblick auf die Gesundheit der Erzieher.

 

„Olympia ruft: Mach mit!“ ist ein neues bundesweites Bewegungs- und Lernprogramm für Kindertagesstätten“ sagte Storch und fügte hinzu: „12 der 50 Einrichtungen im Eichsfeld beteiligen sich bereits an Olympia ruft.“ Das sei ihrer Meinung nach sehr erfreulich. „Einige Einrichtungen wollten direkt an einem weiteren Projekt dieser Art anknüpfen“, freute sie sich.

 

Weitere Fragen und Informationen zum Projekt bei symbioun Bundeszentrale unter (03621) 5078930 oder olympiaruft@symbioun.de.

  

Quelle: Thüringer Allgemeine / 19.04.18


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